SAUCHA

Reinheit anstreben und Klarheit erzielen

„In dem Maß, in dem sich Reinheit in uns entwickelt, wird es möglich, übermässige Sorge um die vergänglichen Aspekte des Lebens und des Körpers aufzugeben. So werden wir einen anfgemessenen Kontakt zu anderen Menschen finden.“ PATANJALI | Yoga Sutra 2.40

 

Saucha ist einer der Niyama des Yoga und befasst sich mit der Reinigung des Selbst auf allen Ebenen.

Wenn wir uns an den 8-gliedrigen Pfad des Yoga halten und die Yamas praktizieren, regelmässig an uns arbeiten, Achtsamkeit wahren, uns von Illusionen, falschen Vorstellungen und alten Denkmustern lösen, geht der Prozess unserer Entwicklung stetig voran. Yama umfasst differenzierte Lebensregeln zwischen dem Ich und der Umgebung. (Ahimsa, Satya, AsteyaBrahmacaryaAparigraha)

Mit Saucha beginnen nun die 5 Regeln des Niyama in denen es um die innere wie äussere Reinigung des ICH geht. Dabei gilt es, die Beziehung zu uns selbst bewusst zu betrachten und unser spirituelles Streben ständig weiter zu erforschen und zu reflektieren.

Es gibt ein paar ganz einfache Tricks, um Saucha zu praktizieren:

AUFRÄUMEN

In einer unordentlichen schmutzigen Wohnung ist es schwierig eine geistige Weite einstellen, weil der Geist sich von dem ganzen Äußeren ablenken lässt. Deshalb ist es gut, wenn du deinen Wohn- und Arbeitsraum regelmäßig reinigst und aufräumst. Auch dein Geist wird beschwert von materiellem Ballast, der sich  zu Hause auftürmt und dringend entstaubt werden müsste. 

Schlaf stellt sich kaum ein, wenn so viel im Inneren und Äußeren in Unordnung ist. Also löse dich von all dem Kram, der unnötig vorhanden ist und da kannst du im Außen anfangen. Das bezieht sich auf jeden Raum, inklusive Keller, Garage, Dachboden… 

MEDITIEREN

Der Raum in dem du meditierst sollte ein Ort des Wohlgefühls sein, frei von feinenergetisch negativen Energien. Es gelingt dann viel schneller in einen Zustand der Meditation zu gelangen. Es ist völlig normal, das die Unordnung, die in einem vorhanden ist, am Anfang der Meditation nochmal laut in dir brüllt und dich vom Meditieren abhalten will und dir sagt: „Du kannst gar nicht meditieren.“ Bleib dabei und du wirst merken, diese Stimme wird leiser und verstummt irgendwann und du wirst klarer und klarer. 

KÖRPER REINIGEN

Natürlich zählt gesunde Ernährung dazu, aber auch kannst du durch Zunge schaben, Neti (Nasenreinigung) und Ölziehen(Mundspülen mit einem Esslöffel Sesamöl sehr wirkungsvoll etwas für deine Reinigung tun. Sesamöl bindet die Schlacken in den Schleimhäuten, die über Nacht vom Körperinneren nach außen transportiert werden. Man nimmt das Öl in den Mund und zieht es 3-10 Minuten immer wieder durch die Zähne. Du kannst auch einen winzigen Tropfen Öl in den äusseren Gehörgang tröpfeln. Die Augenoberfläche wird durch ein wenig Ghee rein, abwehrstark und gesund gehalten – das ist allerdings sehr gewöhnungsbedürftig und anfangs unangenehm, denn man nimmt ein Augenbad mit offenen Augen in flüssigem Ghee. Der Kajalstift wurde von indischen Frauen auch zum rein halten der Augen verwendet, eigentlich besteht Kajalpaste aus Kampher, Kohle und Ghee und hält Schadstoffe davon ab ins Auge zu gelangen. 

Nach dem Zähneputzen am ABEND kannst du ein kleines Glas warmes Sesamöl trinken, das reinigt den Verdauungstrakt.

Wenn du mehr Fragen hast, schreib mir gerne an hello@yogabomb oder ruf mich an unter 0177/3397652