NIYAMA SANTOSHA

In den alten indischen Schriften wird zwischen einem äußeren Glück und einer inneren Zufriedenheit unterschieden. Innere Zufriedenheit ist dauerhaft und der entscheidende Aspekt für die Empfindung von Glück beziehungsweise Lebensfreude. Wirkliches Glück im Sinne der Yoga Philosophie ist nicht flüchtig, sondern beständig. Es basiert auf vollkommener, beständiger Zufriedenheit, die nicht über äußere Begebenheiten oder Besitz definiert wird. Es stellt für uns in unserem sozialen Umfeld eine Herausforderung dar, aber es ist möglich Santosha zu finden. Wir müssen uns klarmachen, dass das Glück welches als flüchtig gilt nicht die Zufriedenheit darstellt, die mit Santosha gemeint ist. Geld, Auto, Haus, toller Job… all das sind vielleicht glückliche Lebensumstände, aber Santosha existiert unabhängig davon. Wir können unser äußeres Glück genießen, sollten aber nicht unsere seelische Zufriedenheit oder unser Selbstwertgefühl darüber definieren. Wir sollten innere Beständigkeit suchen, um uns selbst und anderen Stabilität zu schenken. Auch schwierige Zeiten gehören zu Leben dazu, Phasen in denen wir leiden und emotionalen Schmerz erleben, sind irgendwann vorbei und wir können sie als Chancen zum Wandel betrachten. Genauer betrachtet, kann Unglück auch als Glück betrachtet werden, weil wir aus zeitweilig schwierigen Lebensumständen und Begegnungen lernen können und uns sogar weiterentwickeln dürfen. Alle Umstände des Lebens dienen dazu, innerlich zu wachsen und Wachstum ist das Ziel eines spirituellen Lebenswandels.

 

Irgendwie spricht mich dieses Mindfood sehr an. Ich kann nicht sagen, dass mein Leben immer geradlinig und leicht war. Ich habe Höhen und Tiefen durchlebt. Im Außen ständig etwas gesucht, was meine innere Leere füllt und irgendwann – vor gar nicht allzu langer Zeit dann festgestellt, dass nichts und vor allem NIEMAND diese Leere füllen kann außer ich selber. Das klingt immer so einfach „Du hast alles, was du brauchst in dir.“ Ich glaube ich hätte ohne die Tiefen nie den Drang gehabt dahin zu kommen in mir selber die Fülle zu entdecken. So bin ich dankbar für alles und wirklich alles, was passiert ist, für jeden Menschen, der mein Leben mit schönen und auch schlechten Gefühlen bereichert hat, weil ich so immer mehr und mehr wachsen kann. Wir können ganz schön dankbar sein. Mein Hund lehrt mich, was Santosha ist. Er liebt sein Leben, ist nicht nachtragend, entspannt sich regelmäßig, liebt die Natur und die Verbindung dazu, schläft, isst und schmust. So durchschreitet er mit Gleichmut jeden Tag und lässt mich daran teilhaben. Keep it simple!